Content Management Systeme: WordPress

Internet | 1. September 2014

Content Management Systeme: WordPress

WordPress ist ein kostenloses, freies Content Management System (CMS). Ursprünglich entstand es als reine Blogsoftware. Nach und nach wurden immer mehr Funktionen hinzugefügt, die es immer mehr in Richtung eines CMS trieben. Mittlerweile ist WordPress das am häufigsten eingesetzte Content Management System.

Ein großer Vorteil von WordPress ist die berühmte „5-Minuten-Installation“. Dadurch wird das Aufsetzen des CMS wirklich sehr einfach gestaltet. Mit den bereits vorhandenen Standard-Templates kann man dann auch schon direkt mit dem Bloggen loslegen.

Doch WordPress bietet heute viel mehr. Wenn man die Richtigen Einstellungen, das richtige Template und die richtigen Plugins verwendet, kann man viel mehr auf Basis von WordPress entwickeln, als „nur“ einen Blog. Viele große Webseites arbeiten heute bereits mit WordPress.

Die Geschichte von WordPress

Die erste stabile Version von WordPress wurde im Jahr 2004 veröffentlicht. Damals basierte es auf der Blogsoftware „b2″, die eingestellt wurde. Der Erfinder von WordPress, Matt Mullenweg, der damals nur 18 Jahre alt war, benötigte nach dem Aus von „b2“ eine Blogsoftware. Er nahm die Entwicklung selbst in die Hand und WordPress entstand auf Basis von „b2“. 

Ein Jahr später, also 2005, gründete Mullenweg übrigens seine Firma „Automattic“, die beispielsweise die wordpress.com Dienste betreibt.

WordPress entwickelte sich mit der Zeit von der reinen Blogsoftware zu einem ernstzunehmenden Content Management System.

Weitere Informationen zur Geschichte von WordPress findet man bei Wikipedia.

Einsatzgebiete von WordPress

In erster Linie wurde WordPress als reine Blog-Software entwickelt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das System jedoch zu einem wirklich guten Content Management System weiter, sodass man heute auch mittel große Projekte locker damit umsetzen kann.

Grundsätzlich unterstützt WordPress das Erstellen und Verwalten von Beiträgen. Jedoch besteht auch die Möglichkeit, dass man statische Seiten erstellt. Mit diesen statischen Seiten kann man dann alle möglichen Webseiten erstellen und nicht nur Blogs. Die eigene Firmenhomepage ist problemlos mit WordPress möglich.

Es ist dabei natürlich möglich, mit mehreren „Redaktueren“ an einer Webseite zu arbeiten. Es gibt verschiedene, vordefinierte, Benutzerrollen, die aber beliebig erweitert und angepasst werden können. Natürlich können auch neue Rollen hinzugefügt werden. Die Rechte-Verteilung ist dabei individuell möglich.

Durch die große Community, die hinter WordPress steht, gibt es unzählige kostenlose Themes (Layouts) und Plugins (Erweiterungen). Natürlich kann jeder auch seine eigenen Templates und Plugins entwickeln.

Selbst große Firmen, wie z.B. die New York Times vertrauen auf WordPress und setzen unzählige Projekte damit um. Auch verhältnismäßig viele Webseiten von Prominenten werden mit WordPress umgesetzt.

Marktanteile von WordPress

WordPress entwickelte sich rasant von der reinen Blog-Software zu einem wirklich guten Content Management System.

Zwischen 50% – 60% aller Webseiten, die mit einem Content Management System betrieben werden, basieren mittlerweile auf WordPress. Ca. 66 Mio. Webseites werden weltweit mit WordPress betrieben (Quelle). Das sind 22% aller Webseites (Platz 2 ist übrigens Joomla mit 3,0%).

Sicherheit von WordPress

Die Sicherheit wird bei jedem System, welches von verhältnismäßig vielen Menschen genutzt wird, ein wichtiger Faktor, denn durch die hohe Anzahl an Installationen wird WordPress natürlich auch attraktiver für Hacker.

Es gibt viele Plugins für WordPress, die die Sicherheit erhöhen. Wirklich wichtig ist, dass man von Haus aus den Administrations-Benutzer direkt bei der Installation von WordPress frei wählen kann. Dadurch wird es Hackern erschwert, in das System einzudringen, da sie jetzt ein Passwort UND einen Benutzernamen herausfinden müssen.

WordPress bietet eine automatische Update-Funktion: Sobald das System ein Update erhält, kann auch das eigene System ein Update fahren – ganz automatisch. Das ist besonders gut, wenn man viele WordPress-Installationen verwaltet.

Einen ausführlichen Beitrag über die Sicherheit von WordPress haben wir bereits an dieser Stelle veröffentlicht.

Programmierung / Entwicklung

Aus Programmierer-Sicht ist WordPress auch zu empfehlen. Man muss keine separate „Template-Sprache“ erlernen, um eigene Layouts für WordPress zu entwickeln. WordPress Templates basieren auf PHP. Mit einer Handvoll Funktionen von WordPress, kann man bereits sehr weit kommen.

Die offizielle Dokumentation von WordPress ist dafür wirklich zu empfehlen, da sie sehr ausführlich und gut ist.

WordPress wird vor allem eingesetzt um Kosten zu sparen. Kleine bis mittelgroße Webseiten können um einiges schneller mit WordPress umgesetzt werden, als z.B. mit Typo3. Aber auch komplexe Webseiten können problemlos mit WordPress umgesetzt werden.

Benutzfreundlichkeit Backend

WordPress wurde mit einem besonderen Augenmerk auf die Benutzerfreundlichkeit im Backend entwickelt. Der User, der die Inhalte pflegt, ist in der Regel kein Computer-Experte. So wurde versucht, das Admin-Menü, welches übrigens auch in deutscher Sprache erhältlich ist, möglichst schlicht zu halten und intuitiv zu gestalte. Und das ist den Machern von WordPress auch gelungen.

Anders als bei den meisten anderen Content Management System, findet man sich im Admin-Menü (Backend) von WordPress wirklich sehr leicht zurecht. Mit entsprechenden Plugins können die Entwickler der Homepage den unterschiedlichen Rollen (z.B. den Redakteuren) übrigens auch alle nicht relevanten Menü-Einträge aus dem Backend ausblenden. So wird das Admin-Menü noch mal eine Ecke aufgeräumter.

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