Wechselwirkung von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln

Gesundheit | 8. März 2018

Wechselwirkung von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln

Bei einer ausgewogenen und vitaminreichen Ernährung sind Nahrungsergänzungsmittel eigentlich überflüssig – doch leider sind wir meist weit entfernt davon, uns ideal zu ernähren. Ein stressiger Alltag, Lebensmittelunverträglichkeiten oder -allergien, Bequemlichkeit oder Zeitdruck sorgen viel zu häufig dafür, dass wir uns zu wenig mit unserer Ernährung auseinandersetzen und unserem Körper das geben, was er eigentlich braucht.

Aus diesem Grund sind hochwertige Nahrungsergänzungsmittel eine gute Lösung, unserem Organismus die Vitamine und Mineralstoffe zuzuführen, die er benötigt. Wir erklären Ihnen, was Nahrungsergänzungsmittel sind, welche Arten von Nahrungsergänzungsmittel es gibt und worauf Sie bei der Einnahme dieser Präparate unbedingt achten sollten.

Was sind Nahrungsergänzungsmittel?

Bei Nahrungsergänzungsmitteln handelt es sich um Produkte, die zur erhöhten Versorgung des menschlichen Stoffwechsels mit Vitaminen und Mineralien eingesetzt werden. Dazu zählen bestimmte Nähr- oder Wirkstoffe im Grenzbereich zwischen Arzneimitteln und Lebensmitteln.

Laut EU-Recht ist ein Nahrungsergänzungsmittel ein Lebensmittel, das dazu bestimmt ist, die allgemeine Ernährung zu ergänzen und in dosierter Form, insbesondere in der Darreichungsform von Kapseln, Pastillen, Tabletten, Pillen, Brausetabletten, aber auch als Pulver oder Flüssigkeit eingenommen wird.

Welche Wechselwirkungen von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln gibt es

Trotz der vielen positiven Eigenschaften und Auswirkungen, die Nahrungsergänzungsmittel auf unseren Körper haben, sollten Sie vor der Einnahme dieser Produkte mit Ihrem Arzt besprechen, welche Vitamine und Mineralstoffe Sie persönlich benötigen. Bei einigen Produkten können zudem Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten, die sich ganz unterschiedlich äußern können.

Nahrungs- bzw. Nahrungsergänzungsmittel benutzen im Organismus bei der Aufnahme in den Körper, der Verstoffwechselung und der Ausscheidung dieselben Transport- und Stoffwechselwege wie Arzneimittel. Deshalb besteht bei der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln das Risiko einer wechselseitigen Beeinflussung. Ist dies der Fall, kann sich die gewünschte Wirkung aufheben, vermindern oder verstärken.

Ob und wie stark eine Wechselwirkung ist, hängt von zahlreichen Einflussfaktoren ab. Hierzu zählen die Eigenschaften des Arzneimittels, die Dauer der Einnahme sowie Ihre individuellen Ernährungsgewohnheiten.

Bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln können auch Allergien gegen das jeweilige Präparat, bedingt durch die Einnahme in hochkonzentrierter Dosierung, ausgelöst werden.

Welche Nahrungsergänzungsmittel gibt es?

Es gibt eine ganze Reihe an Nahrungsergänzungsmittel, die wir zu uns nehmen können, um unsere Mahlzeiten um die nötigen Vitamine anzureichern. Im folgenden nennen wir Ihnen die wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel für eine vitaminreiche Ernährung und welche Auswirkungen ein Mangel des jeweiligen Vitamins auf Ihre Gesundheit haben kann.

Vitamin A
Vitamin A, auch Retinol genannt, ist für eine Vielzahl wichtiger Abläufe und Funktionen im Körper unentbehrlich: Zahlreiche Stoffwechselvorgänge unseres Körpers und unser gesamtes Immunsystem sind abhängig von Retinol. Zudem ist Vitamin A Bestandteil der Sehpigmente der Netzhaut und für unseren Sehvorgang von großer Bedeutung. Auch das Wachstum und die Bildung von Haut und Schleimhäuten werden über dieses Vitamin gesteuert.

Ein Mangel an Vitamin A kann zu einer Abwehrschwäche führen, die in Form von häufigen Atemwegsinfekten, Sehstörungen – z.B. in Form von Nachtblindheit – , Haut- und Schleimhautveränderungen, erhöhter Infektanfälligkeit, Appetitverlust, Geschmacks- und Hörstörungen auftritt.

B-Vitamine
Vitamine der Kategorie B sind essentiell für unsere Nerven, Blutfettwerte und Vitalität. Sie beeinflussen unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit maßgeblich und sind entscheidend für alle Phasen und Formen der Energieproduktion in unserem Stoffwechsel. Gleichzeitig wirken sie sich positiv auf unsere Stimmung und Konzentration aus und stärken die Nerven. Besonders in Zeiten erhöhten Leistungsdrucks und nervlicher Beanspruchung sollten wir daher darauf achten, dass unser Körper ausreichend mit B-Vitaminen versorgt ist.

Die Vitamine der B-Gruppe gehören, außer B12, zu den wasserlöslichen Vitaminen. Das bedeutet, dass sie von unserem Körper nicht gespeichert werden können und täglich neu über unsere Nahrung aufgenommen werden müssen. Ein Mangel an B-Vitaminen äußert sich in der Regel durch einen allgemeinen Verlust an Vitalität. Zu den häufigsten Beschwerden, die infolge Unterversorgung mit B-Vitaminen auftreten können, zählen:

  • eine verringerte körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit bzw. Belastbarkeit,
  • Müdigkeit,
  • ein geschwächtes Nervenkostüm
  • sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit.

Vitamin B1
Das Vitamin B1, auch Thiamin genannt, erfüllt eine ganze Bandbreite an Aufgaben in unserem Körper: Angefangen beim Wachstum im Kindesalter bis hin zur Behandlung von Gürtelrose. Vitamin B1 unterstützt unsere Energieproduktion, den Kohlenhydrat-Stoffwechsel und ist für die gesunde Funktion von Muskeln und Nerven verantwortlich. Zudem ist Vitamin B wie alle Vitamine der B-Familie neurotrop, das heißt es erfüllt eine wichtige Funktion in unserem Nervensystem.

Ein Mangel an Vitamin B1 in unserem Organismus kann zu Störungen im Kohlenhydratstoffwechsel und somit zu Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust führen.

Vitamin B12
Als Vitamin B12 oder Cobalamin bezeichnet man eine Gruppe von ähnlichen Molekülverbindungen, die von unserem Körper nur schwer aufgenommen werden. Dabei spielt dieses Vitamin bei vielen wichtigen Prozessen unseres Organismus eine tragende Rolle: Von der Energieproduktion, über die Blutbildung bis hin zum Aminosäure- und Fettsäure-Stoffwechsel (Citratzyklus) übernimmt Vitamin B12 unersetzliche Aufgaben. Hinzu kommen wichtige Prozesse der Zellentwicklung, Zellteilung und Wundheilung.

Symptome eines Vitamin-B12-Mangels sind unter anderem Müdigkeit, Energielosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und eine erhöhte Gereiztheit. Langfristig kann ein solcher Mangel zu einem erhöhten Homocysteinwert führen, der die Entstehung von Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall begünstigt. Erhöhte Homocysteinkonzentrationen werden auch in Verbindung mit Depressionen und Altersdemenz diskutiert.

Vitamin K
Vitamin K ist für die Blutgerinnung notwendig und hemmt bei Frauen nach den Wechseljahren den Knochenabbau. Bei gesunden Menschen tritt ein Vitamin K-Mangel in der Regel nicht auf. Chronische Krankheiten des Verdauungstrakts oder eine längere Einnahme von Antibiotika können jedoch Risikofaktoren für einen solchen Mangel darstellen. In einem solchen Fall wirkt sich ein Mangel an Vitamin K negativ auf unser Gerinnungssystem aus.

Ist die Konzentration des Vitamins im Blut zu gering, können spontane Blutungen auftreten. Auch ein unverhältnismäßig starker Blutverlust bei Verletzungen ist möglich.

Vitamin D
Gemeinsam mit Calcium und Vitamin K sorgt Vitamin D dafür, dass unsere Knochen und Zähne stark und stabil bleiben. Im Sommer schützt uns dieses Vitamin vor Sonnenallergie, im Winter vor grippalen Infekten. Fehlt unserem Körper Vitamin D, kann er kein Calcium aufnehmen und ein Calcium-Mangel entsteht. Langfristig können auf diese Weise Knochen- und Zahnprobleme sowie Beschwerden der Muskulatur auftreten. Zu letzteren zählen Probleme mit der Gefäßmuskulatur, die zu Durchblutungsstörungen, Schwindelgefühlen und Dauerkopfschmerz führen können. Auch Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Ganzkörperschmerzen oder Herzschwäche können ihre Ursache in einem Calcium-Mangel haben.

Was kann ich tun, um mich vor einer Wechselwirkung zu schützen?

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, welche Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente Sie einnehmen. Er klärt Sie über mögliche Wechselwirkungen auf.

Nehmen Sie die Medikamente und Nahrungsmittel nicht zusammen, sondern in einem sinnvollen zeitlichen Abstand ein.

Setzen Sie rechtzeitig vor Labor- und Blutuntersuchung die Nahrungsergänzungsmittel ab, bzw. besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob dies sinnvoll ist, da die Werte beeinflusst werden können.

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