Alleinunterhalter (Gitarre) Equipment

Musik | 23. Juli 2016 | Autor:

Alleinunterhalter (Gitarre) Equipment

In diesem Artikel schreibe ich über das Equipment, welches ich als Alleinunterhalter nutze.

Ich bin seit über 18 Jahren als Alleinunterhalter zu den üblichen Anlässen unterwegs: Hochzeiten, Geburtstage und Firmenevents. Anders als man vielleicht erwarten würde, spiele ich jedoch Gitarre, nicht Keyboard.

Meine Ausrüstung ist ständig im Wandel. Immer mal wird ein Teil optimert, anderes wiederum ist schon seit langem bewährt. Wieder anderes ist zwar ok, soll aber irgendwann einmal ausgetauscht werden. Der nun folgende Erfahrungsbericht beschreibt den derzeitigen Stand der Dinge.

Die Gitarren

Ich nutze bei meinen Auftritten als Alleinunterhalter eine Akustikgitarre und eine E-Gitarre. Die Marken sind hierbei gar nicht so wichtig. Aber es gibt bei Gitarren verschiedene Bauformen, und das macht schon einen Unterschied. Meine Akustikgitarre ist eine Dreadnought-Gitarre. Das ist eine ganz klassische Akustikgitarre, wie sie typischerweise von Singer-Songwritern wie Cat Stevens genutzt werden. Sie hat einen relativ lauten und durchsetzungsstarken Ton.

Normalerweise wird auch die Akustikgitarre verstärkt. Aber manchmal kommt es vor, dass ich rein akustisch spiele. Beispielsweise wenn die eigentliche Party drinnen stattfindet, es aber einen kurzem Sektempfang vor der Location gibt. Dann kommt mir diese Bauform zugute, der Ton ist laut und durchsetzungsfähig.

Die angesprochene Verstärkung geschieht durch ein eingebautes Tonabnehmer-System. Ich muss nur noch ein Kabel anschließen und kann damit direkt ins Mischpult gehen, oder wie in meinem Fall in die Funkanlage. Im Studio würde man so ein Tonabnehmer-System nicht verwenden. Da sind Mikrofone weit überlegen. Aber live kommt das nicht in Frage, da es ziemlich schnell eine störende Rückkopplung (Pfeifen) geben würde.

Meine E-Gitarre ist eine Stratocaster. Ebenso wie die Dreadnought eine absolut klassische Bauform. Jimmi Hendrix spielte eine, ebenso Eric Clapton und Mark Knopfler (Dire Straits). Der Vorteil hier ist ihre Vielseitigkeit. Andere Modelle, wie etwas die Les Paul von Gibson gehen klanglich doch in eine bestimmte Richtung.

Die PA

Eine PA ist die Verstärkeranlage für die Zuhörer (PA =Public Address). Bei Bands gibt es auch noch andere Arten von Verstärkung: Monitore, damit man sich selbst als Musiker hört, und Gitarrenverstärker, deren Signal dann nochmal mit einem Mikrofon abgenommen und an die PA weitergeleitet werden.

Das braucht ein Alleinunterhalter in der Regel nicht, mir reicht eine PA. Diese besteht aus einem Subwoofer (Bassbox) und zwei Satelliten (Mittel- und Hochtonlautsprecher). Diese Aufteilung ist sehr gängig und gibt es auch oft im Hifi-Bereich. Meine Empfehlung ist, dass alle drei Komponenten ihre eigene Verstärkung haben sollten. Oft gibt es Systeme, bei denen die Verstärkung der Satelliten auch in der Bassbox stattfindet.

Das ist einerseits praktisch, denn so entfällt eine extra Stromversorgung der beiden kleinen Boxen. Das große Aber ist jedoch: fällt dieser Verstärker aus, muss der Auftritt abgebrochen werden. Ausserdem kann ich für kleine Auftritt auch ohne Subwoofer spielen.

Funkanlage

Seit Beginn meiner Tätigkeit als Alleinunterhalter spiele ich mit einem Headset (Kopfbügelmikrofon). Ich wollte nicht den ganzen Abend vor einem Mikrofonständer stehen, ich wollte mich bewegen können. Abgesehen davon spiele ich oft in derart beengten Räumlichkeiten, dass selbst so ein eigentlich kleiner Mikroständer schon eine ständige Stolperfalle für Gäste und Servicepersonal bedeuten würde. Also Headset!

Dieses hatte ich jedoch jahrelang über ein Kabel an mein Mischpult angeschlossen. Es gab ja sowieso schon das Gitarrenkabel, an dieses habe ich das Mikrokabel mit mehreren Klett-Bändern fixiert. Das hat funktioniert. Aber irgendwann sollte es doch ein Funksystem sein.

Jetzt kann ich mich im ganzen Raum bewegen, gerade bei Tischmusik kommt dies sehr gut an. Zum anderen waren auch die Kabel störend für mich und andere. Das Funksystem brachte die völlige Freiheit. Dieses System habe ich gerade vor kurzem erneuert und benutze jetzt drei Sennheiser Xsw-Systeme im E-Band-Bereich.

Das ist eine bestimmte Frequenz, auf der das Gerät sendet. Als es nur Radio und Funk gab, war das mit den Frequenzen kein Problem. Seit Handys, Wlan und andere drahtlose Übertragungstechniken dazu kamen, wird es langsam eng. Mein altes (erstes) System wurde mir zu unsicher, daher wurde ein Update nötig.

Gitarren-Effekte

Ich verwende relativ wenige Effekte. Jahrelang nur das Harmony-G Xt von Tc-Helicon. Das ist ein geniales kleines Boden-Effektgerät, welches eine zweite Gesangsstimme erzeugt. Das funktioniert erstaunlich gut. Dazu muss einerseits die Stimme in das Gerät eingespeist werden, aber auch das Gitarren-Signal.

Daraus, also aus den gespielten Akkorden (=Harmonien) errechnet das Gerät, welchen Ton es erzeugen soll. Wenn ich mit Backing-Tracks (Bass, Rhythmus etc.) spiele, nehme ich die zweite Gesangsstimme meistens dort direkt auf, und singe dann live die Hauptstimme dazu. Aber wenn ich unplugged spiele, ist dieses Gerät eine echte Bereicherung. Es verfügt zudem über Hall und sogar über ein Stimmgerät für die Gitarre. Mehr brauchte ich jahrelang nicht.

Vor kurzem kam noch ein Verzerrer für die E-Gitarre hinzu. Aber es gibt nur einige wenige Songs, bei denen ich den wirklich brauche: Highway to hell, Smoke on the water und noch ein paar andere.

CD-Player

Dieses Gerät dient hauptsächlich dazu, meine Backing-Tracks abzuspielen. Die Basis für diese Tracks sind sogenannte Midifiles. Das sind Dateien, bei denen Musikstücke mit entsprechenden Programmen in einzelne „Spuren“ aufgeteilt werden, und so bearbeitet werden können. Es gibt dann also eine Spur für Schlagzeug, Bass, Streicher, Bläser usw.

Weiterhin nutze ich den CD-Player für Pausenmusik. Und gelegentlich muss ich auch für Gäste eine CD abspielen. Sei es, dass Sie ein Karaoke-Stück vortragen möchten, einen bestimmten Tanz oder ähnliches.

Lichtanlage

Ich bin vermutlich einer der letzten Alleinunterhalter, die noch keine LED-Lichtanlage nutzen. Bei den ersten Geräten hat mir das Licht einfach nicht gefallen. Furchtbar diese Scheinwerfer, die aus hunderten kleinen LEDs bestehen. Inzwischen gibt es schon bessere und vermutlich steige ich auch irgendwann um. Aber es hat auch was, ein bisschen old fashioned zu sein.

Meine Anlage besteht aus 4 sogenannten Par-30 und 4 kleineren Par-20 Scheinwerfern. Diese sind immer paarweise angeschlossen (das ist aber nicht der Grund, warum sie Par-Scheinwerfer heißen). Die Lichtanlage ist so programmiert, dass immer 4 Scheinwerfer leuchten, zwei große und zwei kleine.

Bekommt die Anlage ein Signal, tauschen sich erst die Par 20 aus, beim nächsten Signal die Par 30 und so weiter. Normalerweise erhält so ein Steuergerät das Signal von der Musik die gerade gespielt wird. Es gibt da ein eingebautes kleines Mikrofon und bei jedem Beat der Bassdrum wechselt die Lichtstimmung. Furchtbar! Das kann man vielleicht in der Disco machen und selbst da würde es nach einer gewissen Zeit nerven.

Bei meinem System habe ich diesen Beat, dieses Signal, beim Erstellen meines Backing-Tracks vorprogrammiert. Ich opfere extra eine der Stereo-Musikspuren dafür. So kann ich z.B. ein Signal setzen, wenn der Song von Strophe auf Refrain wechselt. Live wechselt dann die Lichtstimmung genau passend in diesem Moment. So würde es ein Lichtmischer bei einer Liveband auch machen. Das kann ich somit perfekt simulieren.

Soweit der kleine Überblick über meine Technik als Gitarren-Alleinunterhalter. Kommentare oder Fragen sind sehr willkommen.

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